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Die Turmbläser können auf eine jahrzehntelange Tradition
zurückschauen. Anfänglich spielten zwei Trompeter der Feldmusik
Lungern jeweils vor der Mitternachtsmesse im Kirchturm der
Pfarrkirche das bekannte „Stille Nacht“. Daher stammt auch der Name
„Turmbläser“.
Die ältere Generation kommt heute noch ins Schwärmen, wenn sie von
den Erlebnissen erzählen, wie sie sich oben im Turm zwischen den
grossen Glocken einrichteten und schliesslich das Stille Nacht in
das verschneite Dorf erklingen liessen. Angeblich begann der
Kirchensigrist einmal zu früh mit dem Zusammenläuten und die
Turmbläser konnten sich gerade noch in Sicherheit bringen, bevor die
grosse Glocke ausholte und mit ihrem tiefen, lauten Klang die
Turmmauern erschütterte.
Da keine Schriften über die Turmbläser vorhanden sind, weiss man
nicht genau, in welcher Zeit die heutige Besetzung entstanden ist.
Mündliche Überlieferungen sagen, dass der ehemalige Feldmusik
Dirigent Leo Gasser das Repertoire erweiterte und weitere Musikanten
hinzunahm.
Heute spielen jeweils vier Bläser der Feldmusik immer am Heilig
Abend vor und nach der Mitternachtsmesse bekannte Weihnachtslieder.
Der "Konzertplatz" ist zwar nicht mehr im Kirchturm zwischen den
Glocken, sondern draussen vor der Kirche. Trotz dieser Situation hat
sich an der weihnächtlichen Idylle nichts geändert. Die Bläser
trotzen jedem Wetter und kämpfen manchmal sogar gegen das Einfrieren
der Ventile und Finger.
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